Immer mehr begabte Frauen ergreifen Männerberufe

Weibliche Ingenieure sind im Kommen! Frauen mit einem Universitätsabschluss in den sogenannten MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik sind zwar noch in der Minderheit, sie werden von der Industrie aber bereits händeringend gesucht.

Einem der wichtigsten Standbeine der deutschen Wirtschaft, der Ingenieurkunst, steht eine harte Zeit bevor. Die Auftragslage ist gut, aber die Zahl der Absolventen reicht nicht aus, um die Nachfrage zu decken.

Wer ein technisch oder naturwissenschaftlich orientiertes Studium wählt, entscheidet sich für Zukunftstechnologien. Dahinter verbergen sich spannende Jobs in den großen Industrieunternehmen und in internationalen Konzernen. Eine interessante Aufgabe, die viele Perspektiven bietet. Das haben mittlerweile auch weibliche Universitätsabsolventen erkannt. Die Zahl der Abiturientinnen, die sich für einen technischen Studiengang entscheiden, steigt. Doch immer noch liegt das Verhältnis Frauenanteil zu Männeranteil im Ungleichgewicht. Es ist an der Zeit, noch mehr Frauen für ein Studium der Informatik, der Mathematik oder der Technik zu begeistern.

Die Statistiken belegen: In Deutschland wurden und werden zu jeder Zeit Ingenieure gesucht. Wer sich für ein Ingenieursstudium entscheidet, entscheidet sich damit auch für Jobsicherheit. Allein 2011 konnte der VDI mehr als 68.000 offene Stellen nicht besetzen. So viele Vakanzen gab es noch nie.

Ganz oben auf der Wunschliste der Unternehmen stehen Maschinenbau- und Fahrzeugbauingenieure, gefolgt von Elektroingenieuren. Seit Jahren fordern Experten einen verstärkten, technisch orientierten Unterricht an den weiterführenden Schulen. Der Nachwuchs wächst nicht schnell genug heran, um mit dem steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Ingenieuren Schritt zu halten.

Das Ziel der Industrie ist deshalb, die Ausbildung möglichst zügig auf einen ähnlich hohen Stand wie 1990 zu bringen. Vor gut 20 Jahren verließen pro Jahr mehr als 15.000 Absolventen mit Ingenieurdiplom die Universitäten. Heute ist es nur noch knapp die Hälfte. Weibliche Ingenieure sind innerhalb dieser Gruppe kaum auszumachen.

Was aber tut die Industrie, um diesen Sachverhalt zu verändern? Viele große Unternehmen arbeiten mit speziellen Hochschulkarrierezentren zusammen. Organisationen wie Femtec haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Anteil weiblicher Absolventen in den MINT-Fächern zu erhöhen. Mehrere Universitäten im In- und Ausland haben sich dieser Initiative bereits angeschlossen. In Careerbuilding Programmen werden die Studentinnen auf ihre künftige Tätigkeit vorbereitet. Im Netzwerk lassen sich wertvolle, neue Kontakte knüpfen. Dieses Angebot nutzen nicht nur Studentinnen, sondern auch die Ingenieurinnen, die bereits einen Job haben.

Die Aufstiegschancen für weibliche Ingenieure sind nicht nur vielfältig, sondern auch äußerst spannend. Dazu gehören Auslandsaufenthalte, Forschungsreisen oder eine Promotion. Frauen bringen einen weiteren, entscheidenden Vorteil gegenüber ihren männlichen Konkurrenten mit: Sie kommunizieren besser.

Wie sieht es es bei euch in den Betrieben mit dem Frauenanteil in den Ingenieursberufen aus? Mit welchen Methoden können wir junge Frauen dazu bringen einen MINT-Beruf ergreifen?

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