Lernen für die Elektromobilität

Elektroautos sind das Zukunftsthema der Automobilbranche schlechthin und nicht zuletzt die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Entwicklung zu fördern und die deutschen Autohersteller zum führenden Anbieter von elektrobetriebenen Fahrzeugen zu machen. Um die anvisierte Zielsetzung von einer Million Elektroautos im deutschen Straßenverkehr bis zum Jahr 2020 zu erreichen, müssen natürlich auch im Ingenieurswesen die nötigen Grundlagen gelegt werden, denn ohne ausgebildete Fachkräfte mit entsprechenden Kenntnissen kann dies zweifellos nicht gelingen. Dementsprechend sollen in den nächsten Jahren mehrere Hundert Millionen Euro in die Ausbildung von Ingenieuren und Facharbeitern im Bereich der Elektro-Mobilität fließen, um mehr qualifiziertes Personal für die Entwicklung zu gewinnen. Dazu wird zwar kein völlig neuer Studiengang angestrebt, deutlich wird aber auch, dass eine Anpassung der Ausbildungsinhalte mit der Intention des Aufbaus von entsprechenden Kompetenzen erfolgen soll.

Auf diesen Gebieten sollen die Kompetenzen im Bereich der E-Mobilität aufgebaut werden:

1. Geplant ist zunächst einmal eine stärkere Vernetzung der einzelnen Studiengebiete Fahrzeugtechnik, Maschinenbau und Elektrotechnik, um die Kompetenzen zu bündeln und Ingenieure mit fächerübergreifendem Know-How für die Entwicklung der Elektro-Mobilität auszustatten. Dies schließt auch die Einbeziehung der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit ein, wie es beispielsweise bei einem neuen Studienangebot an der Universität Duisburg der Fall ist. Dort können angehende Ingenieure den Masterstudiengang „Automotive Engineering & Management“ belegen, der eine Verbindung zwischen den Ingenieurswissenschaften Elektrotechnik und Maschinenbau sowie der Betriebswirtschaftslehre darstellt. Angelegt als interdisziplinäres Fach wird die anvisierte Vernetzung hier bereits umgesetzt. Aber auch über die Landesgrenzen hinaus werden Kooperationen angestrebt, um die Kenntnisse für die E-Mobilität zu bündeln. So haben etwa die führenden Technischen Hochschulen Deutschlands bereits eine Absichtserklärung mit einer Reihe von Universitäten in China unterzeichnet, um ein deutsch-chinesisches Forschungsnetzwerk aufzubauen.

2. Allem voran gilt es jedoch, Kompetenzen auf dem Gebiet der Batterieforschung aufzubauen, denn hier zeichnen sich immer noch Defizite ab, die es schwierig machen, geeigneten Ingenieursnachwuchs im Wachstumsbereich der E-Mobilität zu finden und die Entwicklung der Elektroautos voranzutreiben. Dabei ist gerade die Batterie von entscheidender Bedeutung, ist sie doch sowohl für einen Großteil der Kosten eines elektrobetriebenen Autos verantwortlich als auch entscheidend für die Reichweite und damit die Alltagstauglichkeit der Fahrzeuge. Als zentrales Element des Elektroautos muss folglich vor allem die Entwicklung der Batterie durch entsprechende Forschung gefördert werden. Bis jetzt liegt die deutsche Autoindustrie im Vergleich zu Wettbewerbern aus Frankreich, den USA und Japan aber insbesondere auf dem Gebiet der Batterieforschung beziehungsweise Elektrochemie noch deutlich zurück.

Hierzu noch ein Hinweis in eigener Sache. Valentum erhält Förderzusage für Forschungsprojekt im Bereich des Batteriemanagements. Im Rahmen dieses Projektes kümmern wir uns um die Konzepterstellung und die Portierung des Batteriemodells auf lauffähige Hardware.

Wo seht ihr den Entwicklungsbedarf im Bereich des Lernens für die Elektromobilität? Die Vernetzung der Studiengebiete und Aufbau der Kompetenzen im Bereich der Batterieforschung reichen sicher nicht aus um wieder einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.

 

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