Absage Bewerbung – Was können die Gründe sein?

Nun seid ihr ja durch unsere Bewerbungstipps inzwischen nahezu Bewerbungsprofis und bestimmt versendet ihr auch bei jeder Bewerbung perfekt auf das jeweilige Unternehmen zugeschnittene Unterlagen. Woran aber liegt es, wenn es bisher mit dem Traum-Job trotzdem noch nicht geklappt hat und ihr vielleicht gar nicht erst zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurdet? So eine Absage kann die unterschiedlichsten Gründe haben und zeigt, dass auch perfekte Unterlagen nicht zwingend ein Garant für Erfolg sind.

Prüft als erstes ob ihr die Grundvoraussetzungen eingehalten habt:

  • Individualität: die Bewerbungsunterlagen müssen perfekt auf die angestrebte Stelle und das jeweilige Unternehmen abgestimmt sein. Allgemeine 08/15-Bewerbungen kommen nie gut an und werden meist schnell aussortiert.
  • Passgenauigkeit zur Stelle: die Anforderungen der Stelle sollten mit eurer Qualifikation zusammenpassen. Sind also zum Beispiel fünf Jahre Berufserfahrung gefordert, ist es klar, dass ihr als Berufsanfänger wenig Chancen auf den Job habt.
  • Ordentliche Bewerbungsunterlagen: versendet eure Bewerbungsunterlagen nur in hochwertigen Bewerbungsmappen, auf gutem, griffigen Papier, ohne Flecken, Knicke oder Löcher.

Wenn ihr all dies befolgt habt und eure Unterlagen sowohl formal als auch inhaltlich gut sind, gibt es immer noch eine Menge von Gründen für eine Absage von Seiten des Personalers, die für den Bewerber oft sehr undurchschaubar sein können. Es spielen eben meist auch einfach menschliche und sehr subjektive Faktoren mit in den Entscheidungsprozess hinein. So kann es zum Beispiel sein, dass der Personaler bisher mit blonden Mitarbeiterinnen schlechte Erfahrungen gemacht hat und deshalb als neue Mitarbeiterin lieber eine Dunkelhaarige möchte. Oder ein Personalverantwortlicher neigt dazu für eine bestimmte Art von Job eher weiblichen Mitarbeiterinnen den Vorzug zu geben, dann habt ihr als männlicher Bewerber ebenfalls eher schlechte Karten. Oft laufen solche „Auswahlprozesse“ nicht einmal bewusst ab, sondern der Personaler tendiert vom Gefühl her eher zu dem einen oder zu dem anderen Bewerber und die Auswahl hat dadurch oft gar nicht so viel mit eurer tatsächlichen Qualifikation zu tun.

Was auch ein Grund für eine Absage auf eine an sich gute Bewerbung sein kann, ist der Umstand, dass zwar oft Stellen öffentlich ausgeschrieben sind, diese jedoch dann intern besetzt werden und man als externer Bewerber gar nicht die Chance hat, die Stelle zu bekommen. Das ist natürlich bitter und man hat sich umsonst Hoffnungen gemacht, aber man sollte solche Absagen dann eben nicht zu persönlich nehmen.

Viele Bewerber haben nach einer Absage auch damit zu kämpfen, dass ihnen die genauen Gründe nicht mitgeteilt werden, sie also kein Feedback bekommen, was sie bei der nächsten Bewerbung eventuell besser machen könnten. Dass die Personaler mit derartigem Feedback so sparsam umgehen liegt, neben einem Mangel an Zeit und Ressourcen, mit Sicherheit auch an der Einführung des AGG (Allgemeines Gleichstellungsgesetz) wonach kein Bewerber benachteiligt werden darf. Viele Personaler haben seitdem Angst, dass sie, wenn sie dem Bewerber ehrliches Feedback zu seiner Bewerbung geben, gegen die Bestimmungen des AGG verstoßen und dann damit rechnen müssen, verklagt zu werden. Aus diesem Grund geben die meisten Unternehmen auch auf Nachfrage keine Gründe für die Absage preis. Das macht es für Bewerber natürlich schwer etwas aus einer vergeigten Bewerbung zu lernen. In den meisten Fällen ist es also an euch eure Bewerbung gründlich zu prüfen bzw. das Vorstellungsgespräch kritisch zu reflektieren, die Fehler zu finden und es beim nächsten Mal besser zu machen.

Lasst also nach einer Absage nicht den Kopf hängen und verliert euch nicht in Selbstzweifel, sondern probiert es weiter und versucht es jedes Mal noch ein bisschen besser zu machen.

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