Online-Reputation

Online-Reputation. Hinter diesem sperrigen Wort verbirgt sich ein Umstand, dem so gut wie jeder von uns täglich begegnet, und zwar der Ruf einer Person, einer Organisation oder auch eines Produktes in den digitalen Medien. Besonders jetzt im Zeitalter des Web 2.0 gewinnt das Thema Online-Reputation immer mehr an Bedeutung: ein Großteil der Leute ist in sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ aktiv, verwendet Nachrichtendienste wie Twitter und kommentiert Beiträge in Foren oder Blogs. Diese Profile, Nachrichten und Beiträge werden online gespeichert und sind so von den meisten Leuten, die das wollen, einsehbar. Das kann ein Vorteil sein, z. B wenn man neue Leute kennen lernen oder sein bestehendes Netzwerk erweitern möchte, sich informieren oder seine Meinung kundtun will. Ein Nachteil entsteht meist erst dann, wenn das online Veröffentlichte die betreffende Person in negativer Weise darstellt.

Personaler nutzen Social Media!

Besonders heikel kann das sein, wenn man sich gerade mitten im Bewerbungsprozess befindet und plötzlich im Profil ein peinliches Bild von der letzten durchgefeierten Nacht auftaucht. Die Chancen, dass ein findiger Personaler bei seiner Suche im Netz auf euer Bild stößt, sind nämlich höher als man vielleicht annehmen würde.
Laut einer aktuellen Studie der Branchenverbandes BITKOM, in der 1.500 Geschäftsführer befragt wurden, informieren sich bereits 52 Prozent aller Personalverantwortlichen online über ihre Bewerber. 49 Prozent der Personaler googlen die Bewerber, 21 Prozent machen sich in beruflichen Netzwerken wie Xing schlau und 19 Prozent suchen auch in sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ.
Als Bewerber und vielleicht auch grundsätzlich solltet ihr in Bezug auf euer Online-Reputation also Folgendes beachten:

Checkliste – Online-Reputation

  • Googlet immer mal wieder euren eigenen Namen und seht euch die Suchergebnisse an! Tauchen hier unschöne Fotos, schädliche Kommentare oder Ähnliches auf, versucht dem entgegenzuwirken.
  • Postet auf Facebook nur solche Fotos von euch, die auch ein Personaler ohne Bedenken sehen darf. Seid ihr auf Fotos verlinkt, die euch in unpassenden Situationen darstellen, dann entfernt die Verlinkungen und bittet die Person, die das Bild gepostet hat, dieses zu entfernen.
  • Überprüft bei allen Netzwerken, bei denen ihr angemeldet seid, eure Privatsphäreneinstellungen und stellt sicher, dass ihr Inhalte nur mit den Menschen teilt, mit denen ihr sie teilen wollt.
  • Kommentiert nicht wahllos in jedem Forum, sondern wählt mit Bedacht eure Meinungsäußerungen aus und benutzt gegebenenfalls einen Nickname.
  • Denkt daran, das Internet vergisst nichts! Selbst wenn ihr Inhalte löscht, kann es sein, dass sie im Cache noch gespeichert sind! Bedenkt das vor jeglicher Aktivität im Netz.
  • Nutzt das Web 2.0 auf positive Weise für eure Karriere! Baut euch z. B. innerhalb der Business-Netzwerke Xing oder LinkedIn oder auf einer eigenen Homepage ein professionelles berufliches Profil auf. Dieses dürfte jeden Personaler, der auf der Suche nach eurer Online-Präsenz ist, positiv überraschen und euch Pluspunkte im Bewerbungsprozess einbringen. Natürlich sollte das Profil top gepflegt sein und der hier aufgeführte Lebenslauf genau dem entsprechen, den ihr mit euren Bewerbungsunterlagen verschickt habt.

Wie ist es nun um eure eigene Online-Reputation bestellt? Probiert doch gleich mal aus, was man online alles über euch herausfinden kann, und nehmt gegebenenfalls Änderungen vor!

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