Sprachkenntnisse im Lebenslauf

Die Angabe von Sprachkenntnissen im Lebenslauf gehört zu jeder professionellen Bewerbung dazu. Es ist jedoch wichtig, die Sprachen, in denen man Kenntnisse hat, nicht nur aufzuzählen, sondern auch den Stand der Sprachkenntnisse anzugeben. Doch Angaben wie „5 Jahre Schulunterricht“ oder „3 Monate Auslandsaufenthalt“ reichen zur Beschreibung nicht aus, da sie wenig darüber aussagen wie gut oder schlecht ihr die Sprache tatsächlich (noch) beherrscht.

Deshalb ist eine realistische Einschätzung und genau Bezeichnung der Kenntnisse unabdingbar, wenn es nicht spätestens während des Vorstellungsgesprächs zu bösen Überraschungen kommen soll.

Bedeutung von Sprachkenntnissen im Lebenslauf

Da in unserer globalisierten Welt viele Unternehmen weltweit vernetzt sind, ist vor allem die gute Beherrschung der Weltsprache Englisch fast schon ein Muss. Aber auch andere Sprachen wie Spanisch und Französisch können von bestimmten Unternehmen gewünscht sein.

Versucht also eure Sprachkenntnisse so ehrlich wie möglich einzuschätzen, dabei solltet ihr weder über- noch untertreiben.

Sprachniveau im Lebenslauf

Wir zeigen euch im Folgenden die gängigen Bezeichnungen und die Erklärungen dazu, damit ihr wisst in welche Kategorie ihr eure Sprachkenntnisse einzuordnen habt:

  • Grundkenntnisse: Wenn ihr einige Worte und Wendungen dieser Sprache beherrscht und euch im Urlaub gerade so verständlich machen könnt, dann besitzt ihr „Grundkenntnisse“ der Sprache.
  • Gut: Wenn euch einige Vokabeln fehlen, ihr euch schriftlich nicht grammatikalisch korrekt ausdrücken könnt, ihr aber ihr eine Unterhaltung mit kleinen Fehlern führen könnt, beherrscht ihre eine Sprache „gut“.
  • Sehr gut: Wenn ihr Unterhaltungen souverän und grammatikalisch fast immer korrekt führen könnt, euren Gesprächspartner problemlos versteht und nur bei anspruchsvolleren Themen auf Probleme stoßt, habt ihr in dieser Sprache „sehr gute“ Kenntnisse.
  • Fließend: Wenn ihr euch über fast alle Themen tiefgründig unterhalten könnt (auch am Telefon), Texte und Filme in der Sprache problemlos versteht und oft schon gar nicht mehr darüber nachdenkt, dass es eine andere Sprache ist, dann beherrscht ihre diese Sprache „fließend“.
  • Verhandlungssicher: Wenn ihr in dieser Sprache auch geschäftliche komplexe Verhandlungen führen könnt, ohne auf irgendwelche Problem zu stoßen, dann sind eure Sprachkenntnisse „verhandlungssicher“.
  • Muttersprache: Wenn ihr mit dieser Sprache aufgewachsenen seid und sie komplett selbstverständlich im Gespräch und schriftlich beherrscht, dann ist sie eure „Muttersprache“.

Ordnet nun eure Sprachkenntnisse in diese Kategorien ein und ihr gebt dem Personaler ein einheitliches und realistisches Bild eurer Kenntnisse.

Neben den zuvor erwähnten Einschätzungen der Sprachkenntnisse gibt es einen einheitlichen europäischen Referenzrahmen der die Vergleichbarkeit von Fremdsprachenkenntnissen innerhalb Europas wiederspiegeln soll. Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen (GER) beinhaltet sechs verschiedene Niveaustufen mit dessen Hilfe Sprachkenntnisse eingeordnet werden. Diese Sprachniveaus sind nach folgendem Schema gestaffelt.

  • A1 – A2 –> Elementare Sprachverwendung
  • B1 – B2 –> Selbstständige Sprachverwendung
  • C1 – C2 –> Kompetente Sprachverwendung

Viele Zertifikate wie der TOEFL-Test oder das Cambridge Zertifikat lassen sich in diesen Referenzrahmen einordnen und geben so eine Übersicht von dem Sprachniveau des Bewerbers. Es ist daher sehr zu empfehlen Sprachzertifikate zu erwerben und dem Lebenslauf als Nachweis beizulegen. Sprachkenntnisse ohne einen entsprechenden Nachweis sollten nur dann mit in den Lebenslauf aufgenommen werden falls diese auch wirklich gut beherrscht werden und für das Unternehmen von Interesse sind bspw. bei Zweigstellen im Ausland. Sprachkenntnisse von Sprachen die nicht mehr gesprochen werden wie Latein oder Alt-Griechisch sollten nur dann im Lebenslauf erwähnt werden wenn auch ein Abschluss in dieser Sprache wie das Latinum bzw. das Graecum erworben wurde.

Checkliste – Sprachkenntnisse im Lebenslauf

  • Sprachkenntnisse pushen euren Lebenslauf und machen euch als Bewerber interessant
  • Genaue und vor allem ehrliche Angabe des Sprachiveaus, Überschätzungen fallen spätestens beim Bewerbungsgespräch auf
  • Sprachzertifikate als offizieller Nachweis sind zu empfehlen
  • Eigene Kategorie im Lebenslauf zum Beispiel „Erworben Sprachkenntnisse“ oder einfach „Sprachkenntnisse“
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