Zeugnisse für Bewerbung (Teil 1)

Im ersten Teil von „Zeugnisse für Bewerbung“ wollen wir euch allgemeine Tipps und Hinweise zu diesem Thema geben und auch schon auf die berufsqualifizierenden Zeugnisse näher eingehen.

Zu vollständigen Bewerbungsunterlagen gehören neben Anschreiben und Lebenslauf natürlich Zeugnisse. Zu den Zeugnissen zählen Arbeitszeugnisse, berufsqualifizierende Zeugnisse und Weiterbildungsnachweise. Der erste Blick des Personalers richtet sich meist auf euer Qualifikationsprofil.

Ein Zeugnis ist für die Bewerbungsunterlagen relevant wenn es…

  • …eine relevante Ausbildung oder einen relevanten Studiengang belegt.
  • …eine positive Referenz für den Bewerber abgibt.
  • …eine berufliche Station der letzten 10 Jahre belegt.
  • …eine noch immer aktiv genutzte Fortbildung belegt.

Allgemeine Hinweise für die Bewerbung

  • Versendet niemals Original-Dokumente, erstens wird das niemand von euch fordern und zweitens ist die Gefahr zu groß, dass diese auf dem Postweg unwiederbringlich verloren gehen.
  • Ihr könnt innerhalb eurer Bewerbung darauf verweisen, dass ihr sämtliche Zeugnisse und Nachweise, die nicht in den Bewerbungsunterlagen enthalten sind, gern auf Nachfrage nachreicht. Nehmt zum Bewerbungsgespräch neben euren Bewerbungsunterlagen auch nicht mit versendete Zeugnisse und Nachweise mit, dann könnt ihr sie auf Nachfrage sofort vorlegen. So hat der Personaler die Möglichkeit Unterlagen, die ihn interessieren, einzusehen und ihr müsst nicht gleich alles in die Bewerbungsmappe packen.
  • Achtet immer auf eine gute Qualität der Kopien.
  • Wenn ihr eure Bewerbung per E-Mail versendet, dann scannt die Unterlagen in einer guten Qualität ein und speichert sie am besten im PDF-Format.
  • Einsortiert werden die Zeugnisse in die Bewerbungsmappe folgendermaßen: nach Anschreiben und Lebenslauf kommen die bisherigen Arbeitszeugnisse (in umgekehrt chronologischer Reihenfolge), danach das berufsqualifizierende Zeugnis und zuletzt die Fort- und Weiterbildungsnachweise und sonstige für die ausgeschriebene Position relevante Leistungsnachweise.
  • Wichtig ist es, darauf zu achten, dass einerseits alle wirklich relevanten Unterlagen in der Bewerbungsmappe zu finden sind, andererseits jedoch die Mappe nicht überquillt vor lauter Zeugnissen und Nachweisen. Ein Personaler könnte aus einer übervollen Bewerbungsmappe nämlich schnell schließen, dass er es hier mit einem Bewerber zu tun hat, der Wichtiges nicht von Unwichtigem unterscheiden kann und dass dieser Umstand eventuell auch später im beruflichen Alltag für Unannehmlichkeiten sorgen könnte.
  • Beachtet das auch bei einer E-Mail-Bewerbung: kein Personaler freut sich über 10 MB Dateianhänge!

Berufsqualifizierende Zeugnisse

Wenn ihr bereits mehr als fünf Jahre Berufserfahrung vorweisen könnt, ist es im Allgemeinen nicht mehr nötig euer Abiturzeugnis beizufügen. Hier genügt dann das Zeugnis das euren Hochschulabschluss nachweist (also Diplom, Bachelor, Master, Magister oder Staatsexamen) oder im Falle einer Ausbildung euer Prüfungszeugnis der IHK oder Handwerkskammer. Vergesst nicht auch die jeweiligen Urkunden beizulegen! Es gibt jedoch immer wieder Fälle in denen Personaler auch nach langer Berufstätigkeit des Bewerbers auf die Vorlage des Abiturzeugnisses bestehen.

Im zweiten Teil von Zeugnisse für Bewerbung erfahrt ihr dann mehr zu Arbeitszeugnissen und Fort- und Weiterbildungsnachweisen.

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