Zeugnisse für Bewerbung (Teil 2)

In „Zeugnisse für Bewerbung (Teil 1)“ sind wir ja schon auf allgemeine Hinweise und auf berufsqualifizierende Zeugnisse eingegangen. Nun möchten wir euch in Teil 2 mehr zu den Arbeitszeugnissen und Fort- und Weiterbildungsnachweisen erzählen.

Arbeitszeugnisse für die Bewerbung

  • Arbeitszeugnisse sind mit die wichtigsten Zeugnisse für eure Bewerbung, denn in ihnen kommt zum Ausdruck in welchen Positionen ihr gearbeitet habt und welche Qualität eure Arbeit für eure bisherigen Arbeitgeber hatte.
  • Prinzipiell ist jeder Arbeitgeber verpflichtet euch ein Zeugnis auszustellen und ihr solltet diese Möglichkeit auch nutzen, da ihr so auch Jahre später noch einen Beweis für eure Leistungen habt. Des Weiteren ist der Arbeitgeber verpflichtet das Arbeitszeugnis arbeitsfördernd und qualifiziert zu formulieren. Damit ist gemeint, dass es wohlwollend formuliert sein muss, also vordergründig keine negativen Dinge darin zu finden sein sollen, und dass die Arbeitsaufgaben und deren Durchführung genau beschreiben werden müssen. Inzwischen hat sich hierfür eine richtiggehende Zeugnissprache etabliert; über die genaue Bedeutung der verwendeten Floskeln und Begriffe in Arbeitszeugnissen könnt ihr euch hier informieren.
  • Habt ihr noch nicht so viel Berufserfahrung und könnt deswegen auch nur wenige Zeugnisse vorweisen, bietet es sich an vom aktuellen Arbeitgeber ein Zwischenzeugnis zu verlangen. Natürlich solltet ihr euch diesen Schritt gut überlegen, denn daraus kann dieser natürlich auch auf eure Wechselbereitschaft schließen. Wenn ihr dies vermeiden wollt bzw. es aus anderen Gründen nicht möglich ist ein Zwischenzeugnis zu bekommen, könnt ihr euren Bewerbungsunterlagen auch eine selbstverfasste Tätigkeitsbeschreibung oder eine Leistungsbilanz beilegen, in der ihr eure Aufgaben, Tätigkeiten, Projekte und Erfolge innerhalb eurer aktuellen Position genau beschreibt.
  • Habt ihr Arbeitszeugnisse von Jobs die länger als zehn Jahre zurückliegen, dann reicht es diese Stationen im Lebenslauf anzugeben, das Zeugnis muss nicht angehängt werden.

Fort- und Weiterbildungsnachweise für die Bewerbung

  • Bringt nicht Fortbildungs- und Weiterbildungsbelege durcheinander: Fortbildungsnachweise weisen nach wie ihr euch beruflich neu positioniert habt, was ihr für weitere berufliche Abschlüsse erreicht habt: legt also auf alle Fälle eure Ausbildungsurkunde und auch eure Fortbildungs- bzw. Umschulungsurkunde eurer Bewerbung bei. In Weiterbildungen erwerbt ihr Zusatzqualifikationen, die für euren Beruf relevant sind. Diese können fachlicher Natur sein, aber auch aus dem Bereich Soft Skills (z.B. Präsentations-Techniken). Legt hier allerdings nur Nachweise von Weiterbildungen bei, die für die von euch angestrebte Stelle relevant sind.
  • Nachweise über absolvierte EDV- oder IT-Weiterbildungen sollten nur beigefügt werden, wenn sie aktuellen Standards entsprechen. Beispielsweise ist es wenig sinnvoll einen Kurs zu Windows 98 anzugeben, wenn ihr inzwischen in eurem täglichen Arbeitsalltag immer mit Windows XP gearbeitet habt. Nachweise müssen nur beigelegt werden, wenn ihr besondere Kenntnisse erworben habt, Know-How in den gängigen Office-Anwendungen traut man euch auch ohne Nachweis zu.
  • Zertifikate über Sprachkenntnisse sollten angefügt werden, wenn die Sprache relevant ist für die Arbeit innerhalb der von euch angestrebten Stelle. Ein Kurs zum Thema „Business English“ ist z.B. immer sinnvoll und in so gut wie allen Unternehmen gern gesehen. Auch wenn ihr eure Sprachkenntnisse durch allgemein anerkannte Tests (z.B. TOEFL) belegen könnt, ist es sinnvoll, diese Belege anzuführen.

Wir hoffen wir konnten euch weiterhelfen mit unseren Tipps zum Thema Zeugnisse und ihr seid für eure nächste Bewerbung bestens gewappnet.

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