Der (die) kooperative Bewerber(in)

Offene Zusammenarbeit im Bewerbungsprozess ist wichtig!

Viele Bewerberinnen und Bewerber sind der Ansicht, Sie wären genau der oder die Richtige für das Unternehmen Ihrer Wahl. Aufgrund sehr guter Studienleistungen, bester Qualifikationen oder auch aufgrund mangelnder Konkurrenz mag dies vielleicht auch so sein. Allerdings sollte man das dem Unternehmen seiner Wahl nicht unbedingt zu selbstbewusst spüren lassen – der Schuss kann auch nach hinten los gehen.

Zurückhaltung als Bewerber

Los geht es schon bei der Bewerbung. Ein wenig Selbstbewusstsein hat noch nie geschadet. Man muss sich dem Unternehmen ja entsprechend interessant und wertvoll verkaufen. Wer davon zu viel hat, sollte sich aber etwas zurückhalten. Vor allem im Anschreiben oder beim fettgedruckten Hinweis auf eine supertolle Prüfungsleistung oder ein wahnsinnig ausgefallenes und interessantes Praktikum. Euer Ansprechpartner beim Unternehmen wird sich sowieso euren Lebenslauf und das Anschreiben aufmerksam ansehen. Positive und überdurchschnittliche Dinge fallen dem geschulten Personaler auch so auf.

Ehrlich währt am längsten

Auch im Laufe des Bewerbungsprozesses solltet ihr nicht zu sehr auf die Pauke hauen. Sicherlich kann man mal erwähnen, dass man auch andere offene Bewerbungen hat bzw. einem vielleicht schon das ein oder andere unterschriftsreife Angebot vorliegt. Aber bitte nur in Hinblick darauf, eine möglichst baldige Rückmeldung von Seiten des Unternehmens zu einer Bewerbung zu bekommen oder um den aktuellen Stand seiner Bewerbung zu erfragen. Dieser Hinweis sollte nicht gleich zu Beginn der Bewerbung erfolgen. Wichtig – gerade in Zeiten der um sich greifenden „Fake News“: Eure Aussage sollte auch stimmen. Falls ihr nur blufft und ihr dann doch nach einiger Zeit noch aktiv auf der Suche seid, könnte das auch negativ auffallen.

Spiel mit offenen Karten

Während des Bewerbungsprozesses solltet ihr möglichst alle Unternehmen auf dem Laufenden halten, wenn sich etwas in Bezug auf eure Bewerbung ändern sollte – natürlich müsst ihr nicht wegen jeder Kleinigkeit Bescheid geben, oder wenn ihr Gesprächstermine habt, das versteht sich von selbst. Falls ihr aber ein anderes Angebot annehmen wollt, dann gebt den Unternehmen, bei dem eure Bewerbung auch noch im Rennen ist, rechtzeitig Bescheid. Spätestens dann, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Ein Unding ist es z.B. nach einer Zusage die anderen Unternehmen im Unklaren zu lassen und sogar bereits vereinbarte Termine für Telefoninterviews oder gar persönliche Gespräche unangekündigt ausfallen zu lassen. Ein kurzer Anruf bei eurem Ansprechpartner würde genügen. Der wird sicherlich auch Verständnis dafür haben, dass ihr euch für ein anderes Angebot entschieden habt.

Zuverlässigkeit bringt Pluspunkte

Und falls ihr noch irgendwelche Unterlagen zu eurer Bewerbung nachreichen müsst, solltet ihr dies auch schleunigst tun. Zuverlässigkeit zählt!

Alles in allem solltet ihr euch bemühen, kooperativ und zuverlässig zu sein. Manche Bewerber scheinen dies aufgrund der relativ guten Lage auf dem Arbeitsmarkt vergessen zu haben. Man sieht sich zwar nicht immer zweimal im Leben, aber wer weiß 🙂

Fairplay bei der Bewerbung betrifft auch die Bewerber, nicht nur die Unternehmen!

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