Lügen in der Bewerbung

Laut einer Studie zum Thema „Lügen in der Bewerbung“ wird in bis zu einem Drittel aller Bewerbung getrickst und das geht von ein bisschen Schönfärberei bis hin zum harten Betrug. So geben immer wieder Bewerber in ihrem Lebenslauf Stationen an, die sie gar nicht ausgeübt haben, frisieren Tätigkeitsbeschreibungen und schönen Job-Titel. Manche gehen sogar soweit, sich mit nicht rechtmäßig erworbenen Titeln zu schmücken und Zeugnisse zu fälschen. Auch in Vorstellungsgesprächen wird dem Personaler manchmal die ein oder andere Räuberpistole aufgetischt.

Um herauszufinden, ob ein Bewerber glaubwürdig ist und sich nicht unter Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Job erschleicht, setzen große Unternehmen inzwischen sogar spezielle Firmen ein, die extra auf das Enttarnen solcher gefälschter Bewerbungsunterlagen spezialisiert sind. So kommen Unternehmen sozusagen durch Detektiv-Arbeit betrügerischen Bewerbern auf die Schliche.

In jedem Fall hat der Bewerber, wenn sein Lügen entdeckt wird, das Nachsehen. Wurden Titel, Zeugnisse oder Abschlüsse gefälscht, kann der Arbeitgeber eine fristlose Kündigung aussprechen und hat auch Recht auf Schadensersatz. Oft muss der betrügerische Mitarbeiter das erhaltene Gehalt zurückzahlen und auch für die Kosten des „Detektivs“, von dem er entlarvt wurde, aufkommen.

Es empfiehlt sich also, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dass man im gesamten Bewerbungsprozess (und natürlich auch sonst) die Wahrheit sagt und schreibt.

Im Folgenden sagen wir euch, worauf ihr in eurer Bewerbung achten solltet, um erst gar nicht in den Verdacht zu geraten, die Bewerbung sei nicht gänzlich wasserdicht:

  • Die Daten im Lebenslauf solltet ihr immer in der gleichen Weise, am besten mit Monat und Jahr, angeben. Sind die Angaben uneinheitlich, könnte der Personaler vermuten, dass Lücken verschleiert werden sollen.
  • Die Angaben der Zeiträume und Firmenbezeichnungen im Lebenslauf sollten mit denen auf den Zeugnissen übereinstimmen.
  • Achtet darauf, alle wichtigen Zeugnisse und Nachweise den Bewerbungsunterlagen beizulegen und vergesst schon im Vorfeld nicht, euch für jede berufliche Tätigkeit (auch Praktika, Ferienjobs, o.ä.) ein Arbeitszeugnis oder zumindest eine Bestätigung ausstellen zu lassen.
  • Erfindet keine unglaubwürdigen Ausreden, falls doch ein Nachweis fehlen sollte, sondern liefert eine plausible Begründung.
  • Komisch wirkt es auf den Personaler auch, wenn in unterschiedlichen Zeugnissen gleiche Formulierungen zu finden sind, oder das Ausstellungsdatum des Zeugnisses ein Sonn- oder Feiertag ist.
  • Außerdem sollten die Zeugnisse und Zertifikate echt und professionell aussehen, was sie ja aber in den meisten Fällen sowieso tun, wenn sie von offiziellen Stellen ausgestellt wurden.

Alles in allem ist zu sagen: Lügen lohnt sich nicht! Nicht in der Bewerbung und auch sonst nicht. Außerdem kostet es viele Nerven, wenn man ständig Angst haben muss, erwischt zu werden, auch wenn es sich vielleicht nur um eine kleine Notlüge handelt.

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