Stellenanzeigen auswerten (Teil 1)

Am Anfang des Bewerbungsprozesses steht natürlich die Suche nach geeigneten Stellenanzeigen. Um herauszufinden ob die gefundenen Stellenanzeigen auch zum eigenen Bewerberprofil passen, ist es wichtig die Stellenanzeigen auszuwerten und dabei ganz systematisch vorzugehen. Nur so könnt ihr abgleichen, ob ihr die Anforderungen des Unternehmens erfüllt und eine passgenaue Bewerbung formulieren.

Grundsätzlich kann man die Unternehmensanforderungen in zwei Gruppen einteilen: Hard Skills und Soft Skills. Mit Hard Skills sind eure fachlichen Kenntnisse gemeint, mit Soft Skills eure soziale Kompetenz.

Die fachlichen Kenntnisse setzen sich zusammen aus Berufskenntnissen, Fremdsprachenkenntnissen und Computerkenntnissen:

Berufskenntnisse sind alle Kenntnisse, die ihr euch in Studium oder Ausbildung erworben habt und dann während Praktika und Berufserfahrungen weiter vertieft habt. So sollte ein Bewerber, der Informatik studiert hat im Studium bereits einige Programmiersprachen gelernt haben und unter Verwendung dieser dann in der beruflichen Praxis selbst Projekte programmiert haben.

Fremdsprachenkenntnisse sind wichtig, da viele Firmen international tätig sind. Vor allem Englisch ist eine Grundvoraussetzung für die meisten Stellen, oft sollte man in dieser Sprache Verhandlungen führen und Schriftverkehr bewältigen können.

Computerkenntnisse sind für so gut wie alle von euch sowieso alltägliche Praxis. Doch oft kommt es vor, dass Firmen mit spezieller Software arbeiten. Auch wenn ihr mit dieser noch nie etwas zu tun gehabt habt, bedeutet das im Normalfall nicht, dass ihr euch nicht auf die Stelle bewerben könnt. Ihr solltet nur deutlich machen, dass ihr prinzipiell den Umgang mit dem PC gut beherrscht und keine Probleme damit habt, euch neue Software-Kenntnisse anzueignen.

Zur sozialen Kompetenz gehören alle Begriffe, die euch im Umgang mit Kollegen und der Arbeit beschreiben: z.B. teamfähig, belastbar, kundenorientiert, selbstständig, lernbereit und kommunikativ. Für diese Fähigkeiten gibt es keine wirklichen Nachweise oder Zertifikate, es ist an euch diese in euren Bewerbungsunterlagen und dann im Bewerbungsgespräch realistisch darzustellen und unter Beweis zu stellen. Die Angabe einer jahrelangen aktiven Mitgliedschaft in einer Volleyballmannschaft bei euren Hobbys kann zum Beispiel als Beleg für eure Teamfähigkeit gesehen werden.

Beim Stellenanzeigen Auswerten ist es auch wichtig, dass ihr herauslest, welche Anforderungen das Unternehmen als Muss-Qualifikation voraussetzt und welche optionale Kann-Anforderungen sind.

Welche Formulierungen typisch sind und wie ihr die Informationen für eure Bewerbung verwendet, erklären wir euch in Teil 2 unserer Reihe „Stellenanzeigen auswerten“.

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