Gehaltsvorstellungen angeben – Wichtige Fragen im Vorstellungsgespräch (Teil 2)

Die Geahltsvorstellung angeben

Im ersten Teil sind wir auf die Situation eingegangen in der im Vorstellungsgespräch nach den Gründen für euren Jobwechsel gefragt wird und wie ihr am besten darauf reagiert. Heute wollen wir im zweiten Teil „Gehaltsvorstellungen – Wichtige Fragen im Vorstellungsgespräch“ auf die Frage nach den Gehaltsvorstellungen eingehen, die auch durchaus zu heiklen Situationen führen kann.

Wie die Gehaltsvorstellung angeben?

Bei Gehaltsverhandlungen empfiehlt es sich immer über das Brutto-Jahresgehalt zu sprechen, nicht über das Monatsgehalt.

Um eine fundierte Basis zu haben solltet ihr natürlich erstmal genau euer aktuelles Gehalt ermitteln. Hierzu zählt nicht nur euer Brutto-Jahresgehalt sondern auch weitere Vergünstigungen, die euch euer aktueller Arbeitgeber bietet, wie z.B. vermögenswirksame Leistungen, einen Dienstwagen, der auch privat genutzt werden darf, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld oder Weiterbildungsmaßnahmen. All diese Faktoren fließen in euer Gehalt mit ein.

Außerdem solltet ihr euch schon vor dem Vorstellungsgespräch schlau machen, was in der Branche, in der ihr euch bewerbt, für Gehälter üblich sind. Recherchiert dazu am besten im Internet und seht euch aktuelle Gehaltsstudien und -tabellen an. Berücksichtigt bei euren Gehaltsforderungen aber auch euren Aus- und Weiterbildungsstand und eure Berufserfahrung. Außerdem sind die Verdienstmöglichkeiten auch immer von Faktoren wie der Unternehmensgröße, dem Unternehmensstandort und der Ausrichtung abhängig. So werdet ihr bei einem internationalen Groß-Konzern in der Regel bessere Verdienstmöglichkeiten haben als bei einem kleinen mittelständischen Zulieferer.

Argumente für eure Gehaltsvorstellung angeben

Um mit euren Gehaltsvorstellungen während des Vorstellungsgesprächs überzeugend auftreten zu können, solltet ihr euch einige Argumente zurechtlegen. Am besten geeignet sind dafür außergewöhnliche Leistungen eures bisherigen Berufslebens. Beispiele hierfür sind Projektleitung, Auslandseinsätze, Optimierung von Arbeitsabläufen, Sonderaufgaben, Schulung von Mitarbeitern oder Umsatzsteigerung.

Immer sachlich zu argumentieren ist wichtig, denn wenn ihr nur sagt, es wäre für die Position angemessen so und so viel zu verdienen, provoziert ihr die Frage, ob denn eure Eignung und Leistung überhaupt euren Gehaltsvorstellungen entspricht. Kommt ihr dem zukünftigen Arbeitgeber dann nicht mit sachlichen Fakten, die eure Leistung belegen bei, werdet ihr euer Wunschgehalt nicht erreichen.

In der Gehaltsverhandlung solltet ihr unbedingt auf die speziellen Anforderungen der neuen Stelle eingehen und darauf wie ihr diese schwierigen Aufgaben erfolgreich meistern werdet und damit dem Unternehmen einen Mehrwert bietet. Geht auch explizit durch konkrete Beispiele auf eure Erfolge innerhalb eurer aktuellen Stelle ein. Versucht Einwände von Arbeitgeberseite so gut es geht mit rationalen Argumenten zurückzuweisen und euch nicht einschüchtern zu lassen. Der Arbeitgeber wird während der Gehaltsverhandlung immer wieder versuchen euch zu verunsichern, zu provozieren oder auch mit Lob einzulullen, wichtig ist es dabei souverän zu bleiben und eure Forderungen mit Rückbezug auf eure bisherigen Leistungen zu bestärken.

Informiert euch über Zusatzleistungen

Wenn das euch angebotene Fixgehalt nicht genau eurer Wunschvorstellung entspricht, dann lotet aus inwieweit ihr von Zusatzleistungen wie Firmenwagen, Firmenhandy und vermögenswirksamen Leistungen profitieren könnt, die euer tatsächliches Gehalt mit beeinflussen. Fasst am Ende des Gesprächs noch mal alle Punkte zusammen und notiert sie euch auch schriftlich, damit kein Punkt der Verhandlung unter geht.

Wie sind eure bisherigen Erfahrungen mit Gehaltsverhandlungen? Seid ihr immer zu einer für beide Seiten akzeptablen Einigung gekommen? Oder habt ihr euch auch schon mal ausgenutzt gefühlt?

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