Gesunde Ernährung im Büroalltag – Die Getränke (Teil 2)

Weiter geht es in der Reihe Gesunde Ernährung im Büroalltag. Heute: Die Getränke (Teil 2).

Der Tee

Der große Konkurrent des Kaffees ist der Tee; die Frage „Kaffee oder Tee“ werdet ihr im Zuge eurer Karriere öfter vor Gesprächen hören. Aktuell trinken wir Durchschnittsdeutsche nur rund 27 Liter Tee im Jahr, also nur rund ein Zehntel des Kaffekonsums. Die Konsummenge nimmt aber seit einiger Zeit kontinuierlich zu, was nicht zuletzt mit der Vielseitigkeit des Getränks zusammenhängt. Tees liefern wichtige Mineralstoffe, Vitamine und ätherische Öle.

Der in Deutschland sehr beliebte Schwarztee gilt landläufig als Wachmacher .Das nach Wasser zweitbeliebteste Getränk der Welt beinhaltet weniger Koffein als Kaffee, ist magenverträglicher und durchaus als Wachmacher geeignet. Außerdem beruhigt er den Magen. Lässt man ihn zwei bis drei Minuten ziehen wirkt schwarzer Tee anregend, nach fünf Minuten beruhigend. Schwarztee ist ja eigentlich Grüner Tee der oxidiert wurde. In Zeiten der großen Kolonialreiche mussten die Teeblätter fermentieren, damit sie länger haltbar waren und so für den Transport nach Europa geeignet.

Grüner Tee wird hierzulande ebenfalls immer beliebter und gilt als eine Art Allheilmittel. Theobromin, Theophyllin, Koffein, Vitamin C, B, E sowie Fluorid, Zink, Kalzium, Kalium, Jod, Kupfer und Mangan versammeln sich in dem hippen Brühgetränk. Der Hype muss jedoch relativiert werden: Man muss schon ganz schöne Mengen des Tees trinken, um seinen Vitaminbedarf zu decken. Was stimmt ist, dass der Inhaltsstoff Fluorid gut für den Zahnschmelz ist; das hat uns ja auch schon ein patenter Biber in der Zahnpastawerbung erklärt.Außerdem wirkt Grüner Tee entzündungshemmend und kann das Krebsrisiko hemmen.

Was Tees sonst noch so können seht ihr in der folgenden Tabelle:

Beliebte Teesorten und ihre Wirkung.

Teesorte Wirkung
Anistee Magenbeschwerden
Baldriantee Schlafstörungen
Beifusstee Muskelschmerzen
Borretschtee Heiserkeit
Fencheltee Blähungen
  Magenbeschwerden
Grüner Tee Stoffwechselanregend
  Herz-Kreislaufsystem anregend
  Senkt Kariesrisiko
Kamillentee Sodbrennen
  Erkältungen
Lindenblütentee Fieber
  Grippaler Infekt / Erkältung
Lorbeertee Appetitanregend
Oreganotee Unterleibsschmerzen
  Keuchhusten
Pfefferminztee Magenbeschwerden
Rosmarintee Nervöse Kopfschmerzen
Salbeitee Husten
  Halsentzündung
Schafgarbentee Menstruationsbeschwerden
Schwarzer Tee Verdauungsbeschwerden
  Stoffwechselanregend
  Kreislaufbeschwerden
Weinrautentee Rheumaschmerzen
Weißdorntee Blutdrucksenkend

Quelle: Naturheilkunde.de: Gesunde Tee-Wirkung – Liste der Anwendungsgebiete, 2013

Immer größerer Beliebtheit in unseren Bürotassen und –gläsern erfreut sich Ingwertee oder Ingwerwasser. Die Teevariation enthält andere Kräuter (z.B. Salbei, Minze, Zitronengras) zur Geschmacksvariation. Ingwer hat einen sehr eigenen scharf-fruchtigen Geschmack. Seine Würzigkeit ist nicht jedermanns Sache, seine Wirksamkeit gegen mancherlei Beschwerden gilt mittlerweile auch hierzulande als unumstritten. Ingwer ist seit knapp 30 Jahren in Deutschland als offizielle Heilpflanze anerkannt.

Ingwertee kann man sich klassisch im Teebeutel kaufen, in diesem befinden sich meist auch zusätzliche Kräuter. Ingwerwasser stellt man mit Hilfe von frisch aufgeschnittenem Ingwer her. Diesen übergießt der Ingwerfreund mit heißem Wasser und lässt das ganze 10 bis 20 Minuten ziehen.

Die Ingwerwurzel beinhaltet folgende Inhaltsstoffe: Eisen, Kalium, Calcium, Vitamin C, Phosphor, Harzsäuren, Magnesium, ätherisches Öl und Gingerol (das macht die Schärfe und den eigentümlichen Geschmack).

Ingwer hilft bei folgenden Beschwerden: Übelkeit, Erkältung, Magenbeschwerden, Blähungen,         Hilfe beim Abnehmen (da der Stoffwechsel angeregt wird). Außerdem sagt man der Wurzel positive Wirkung bei Bronchitis, Schmerzen, Halsschmerzen, Leberbeschwerden, Rheuma, Durchfall, Schwindel und niedrigem Fieber nach. Bei Müdigkeit, Erschöpfung und Energiemangel wirkt die Pflanze körperlich und geistig stabilisierend, stimuliert und stärkt. Ist man nervös oder ängstlich, so kann Ingwer ebenfalls eine seelisch aufbauende Wirkung haben.

Die gesundheitsfördernde Wirkung kann mit Honig noch erhöht werden und das Getränk etwas verfeinert.

Ingwerwasser schmeckt auch kalt gut. Sehr zu empfehlen: bei Hitze mit Eiswürfeln trinken. Ein Fest der Erfrischung!

Wasser, Cola, Schorle und Co. – Kaltgetränke im Büro

Da kommen natürlich als erstes die 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit die wir täglich zu uns nehmen sollen. Am besten in Form von Wasser. Das machen die meisten ja auch. Wasser ist nach Kaffee das zweitbeliebteste Getränk der Deutschen. Wir trinken rund 145 Liter (Quelle: Handelsblatt: Das sind die zehn liebsten Getränke der Deutschen, 2015) im Jahr, was lediglich 0,4 Liter am Tag entspricht.

Für alle die zu wenig Wasser trinken kann es helfen, sich immer ein Glas/ eine Flasche auf den Schreibtisch zu stellen und bei Gelegenheit regelmäßig einen ordentlichen Schluck zu nehmen. Cola, Limo und Co. sind ab und an natürlich voll in Ordnung, jedoch aufgrund ihrer hohen Zuckergehalts (ausgenommen zuckerfreie) nicht unbedingt die besten Begleiter durch den Arbeitstag. Seit Neuestem wird ja auch vor Fruchtsäften gewarnt, Stichwort: Fruchtzucker. Nun ja, schüttet einfach ein bisschen Wasser nach und macht euch eine schöne Schorle.

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