Gesunde Ernährung im Büroalltag – Die Getränke (Teil 1)

In unserer Reihe „Gesunde Ernährung im Büroalltag“ kümmern wir uns heute mal um die Getränke. Im ersten Teil informieren wir euch über den Klassiker unter den Bürogetränken.

Der Kaffee

Der König der Bürogetränke ist natürlich der Kaffee. Espresso, Mocca, Cappuccino, Cafe Latte oder der gute alte Filterkaffee, sie alle sind für viele von uns ein Genuss und Wachmacher allererster Güte. In unseren gesundheitsorientierten Zeiten ist das schwarze Gold der Warmgetränke etwas in Verruf geraten und so befindet er sich im harten Wettstreit mit Ingwertee, Early Grey und diversen Früchtetees. Dies heißt natürlich nicht, dass Kaffee seine Spitzenposition verloren hat. Durchschnittlich trinken wir in Deutschland etwa 162 Liter Kaffe pro Jahr, was ihn nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbandes zum meistkonsumierten aller Getränke macht. Zum Vergleich: Otto Normaltrinker konsumiert 143,5 Liter Mineralwasser und 107 Liter Bier im Jahr. (Quelle: Deutscher Kaffeverband: Kaffeemarkt 2014, 2015).

Ungesund – oder etwa doch nicht?

Bis vor etwa zehn Jahren wurden Kaffee v.a. ungesunde Attribute zugeschrieben. Er sei schlecht für den Kreislauf und erhöhe sowohl das Herzinfarkt- als auch das Krebsrisiko. Außerdem sei Kaffee ein Kalziumräuber, Wasserentzieher, Nervositätssteigerer und vieles mehr.

Dieser Diagnose wurde in den Folgejahren aber immer mehr widersprochen. Wie so oft haben wir es maßgeblich mit dem Problem der dritten Variablen zu tun. Oft ist es nämlich so, dass während Wissenschaftler bei der Untersuchung der Folgen von Kaffeekonsum andere nicht zu unterschätzende Variablen bezüglich ihrer Untersuchungsgruppe außer acht gelassen haben. So sind Kaffeetrinker überdurchschnittlich oft auch Raucher, sie bewegen sich weniger als der Rest der Bevölkerung und essen gerne fettiger. Sprich die Gesundheitsrisiken für Kaffee sind in weiten Teilen anderen „Sünden“ von uns Kaffeetrinkern zuzurechnen.

Aber ist Kaffee dann wirklich gesundheitsfördernd? Eines sei schon Mal vorweggenommen: mehr als die täglichen drei bis vier Tassen sollten es trotzdem nicht sein. Studien der letzten Dekade zeigen jedoch: Kaffee hat tatsächlich einige positive Effekte auf unsere Gesundheit. Hier einige von uns zusammengetragenen Beispiele (ausdrücklich ohne Gewähr):

  • Kaffee hilft bei der Minderung der Verkalkung in den Arterien.
  • 2014 wurde festgestellt, dass Kaffee dem Körper dabei hilft eine Art von Reinigungsprozess im Körper in Gang zu setzen. Im Zuge dessen werden Zellen in Leber, Herz und Muskulatur von überflüssigem Material (sog. Zellschrott) durch Inhaltsstoffe im Kaffee befreit.
  • Das Risiko für Diabetes wird reduziert.
  • Das Risiko von Demenz wird um bis zu 2/3 gesenkt.
  • Regelmäßiger Kaffeegenuss mindert das Darmkrebsrisiko um 25 Prozent.
  • Das Risiko von Gallenstein reduziert sich um gut die Hälfte.
  • Koffein erhöht die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und verbessert so die Reaktionszeit, Wachheit, Denk- und Konzentrationsfähigkeit.
  • Der Fitmacher erhöht den Adrenalinspiegel im Blut, was sich wiederum positiv auf die Leistungsfähigkeit des Körpers auswirkt. Die physische Leistungsfähigkeit steigt um gut ein Zehntel.
  • Das Risiko einer Depression wird um bis zu 20 Prozent gemindert.
  • Dem Bohnengetränk wird ein präventiver Effekt gegen Leber-, Darm- und Rachenkrebs nachgesagt. Auch vor aggressivem Prostatakrebs und Hirntumoren kann Kaffee schützen.
  • Last but not least: Kaffee kann schlank machen, wenn man recht viel davon trinkt soll er bei der Fettverbrennung helfen.

Eine kleine Kaffeegeschichte

Der Streit wie gesund oder schädlich Kaffee ist zieht sich wohl seit rund 700 Jahren, denn damals starteten die Bohnen von Äthiopien aus ihren Siegeszug über den ganzen Erdball.

Am drastischsten wurde die Wirkung auf den Menschen im 18. Jahrhundert im Königreich Schweden vom damaligen König Gustav III geprüft. Der skandinavische Monarch schnappte sich ein zum Tode verurteiltes, eineiiges Zwillingspaar. Dem einen der beiden Galgenvögel ließ der Monarch täglich drei Kannen Tee trinken, den anderen dieselbe Menge Kaffee. Eine Art makaberer Pepsi-Test sozusagen. Ironie des Schicksals: Die beiden Probanden überlebten jeden ihrer „Peiniger“ (Forscher, Assistenten und sogar Gustav III). Der Teetrinker-Zwilling starb als Erster im für die Epoche salomonischen Alter von 83 Jahren…wie alt der kaffetrinkende Bruder wurde ist nicht überliefert.

Nächste Woche werden wir euch noch ein paar interessante Infos zu Wasser, Limo und Tee geben. Schaut einfach wieder vorbei 🙂

 

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